IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Kosmische Erzählungen verbinden

Kosmische Erzählungen verbinden

Kosmische Erzählungen spielen eine wichtige Rolle im Curriculum der Montessori Pädagogik.

Alle Kinder stellen sich Fragen: „Wo kommen wir her? Wo geht es hin? Wie groß ist mein Einfluss? Was ist der Sinn hinter allem?“ Sechs große kosmische Erzählungen, die wir erzählen, geben den Ansatz für Antworten. Dabei gehen wir vom Ganzen zum Detail und später vom Detail zum Ganzen. Die Kinder werden durch die Erzählungen inspiriert, sich mit den großen Fragen zu beschäftigen. Sie haben dabei die freie Wahl, können forschen und die Ergebnisse einordnen. Gritje Zerndt, vom Montessori Labor Berlin, ist eine großartige Erzählerin. Sie stellte „Die Geschichte von der Entstehung der Erde“, „Der große Fluss“ (Geschichte über den Bau des menschlichen Körpers), und „Die Geschichte von der Entstehung der Zahlen“ vor. Erzählungen spielen eine wichtige Rolle im Lernprozess. Sie bilden den Rahmen zur Entdeckung der Welt. Unsere Kinder werden durch das Erzählen inspiriert und motiviert. Danke Gritje!

Kosmische Erzählungen – Bindung und Kommunikation

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Sportlich und historisch durch Rostock

Am Mittwoch vor den Winterferien unternahmen Andrea und Sebastian mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse einen Ausflug nach Rostock. Zuerst ging es hier in die Eishalle zum Schlittschuhlaufen. Diejenigen, die sich (ziemlich) sicher mit Kufen auf dem Eis bewegen können, hatten dabei gleich doppelt Spaß: an der sportlichen Betätigung sowie bei der Beobachtung derjenigen, die bisher kaum oder gar keine Erfahrungen auf dem Eis gesammelt hatten. Anschließend fuhren wir zum Stasi-Unterlagen-Archiv in Rostock-Waldeck und nahmen hier an einer Führung durch die Bestände und die Ausstellung teil. Dabei konnten wir anhand konkreter Schicksale einen guten Einblick in die Arbeit der Staatssicherheit gewinnen, in deren Methoden und Möglichkeiten, unschuldige Menschen zu stigmatisieren. Zudem haben wir einen umfangreichen Einblick in die damalige und aktuelle Arbeit dieses Archivs gewonnen.

Opernaufführung in der Wittenberger Kirche am 6.6.2020 um 16.00Uhr – „Die Kaulquappenprinzessin“

Die Kinder und Pädagogen der Montessorischule Wittenberge, der CPB Ciudad de Coumbia aus Madrid, der Zakladni skola a Materska skola Mozaika aus Prag, der 16th international primary school of Chania Crete und der Ecola Saint Joseph aus Qimper arbeiten seit September 2018 an einer Oper, die im Rahmen eines ERASMUS + Projekt umgesetzt wird. 

Die Oper ist ein Gesamtkunstwerk, das Musik, Gesang, Theater, bildende Kunst, und manchmal Tanz, verbindet. Die Ausdruckskraft und Schönheit der Kunstform Oper entsteht durch die Kombination all dieser verschiedenen Komponenten. Dieses komplexe Zusammenspiel macht eine Opernvorstellung zu einem einzigartigen Erlebnis, das die Sinne des Publikums stimuliert und menschlichen Leidenschaften und Schicksalen Raum gibt.

Die begrenzten natürlichen Ressorcen, der Klimawandel und der momentan erstarkende Populismus bedrohen auch unseren Kontinent Europa Die reale Begegnung von Menschen sind eine zentrale Bedingung, um diesen Prozessen entgegenzuwirken und eine Voraussetzung für ein vereinigtes Europa. Durch Begegnungen in Comenius und ERASMUS Schulpartnerschaften entstanden Netzwerke zusammenarbeitender Pädagogen, sowie Freundschaften vieler Kinder und Erwachsener in Europa. 2010 begann die Zusammenarbeit mit dem englischen Komponisten und ehemaligen Schulleiter John C. Murray aus England. Die Idee, eine Kinderoper zu schreiben entstand aus einer wahren Erzählung Ein Mädchen verbrachte einen Sommer in ihrer Kindheit an einem Teich voller Kaulquappen. Eines Morgens rückten Baumaschinen an, um den Teich trockenzulegen, damit ein Shoppingcenter eröffnet werden kann. Das Mädchen versuchte die Kaulquappen zu retten. Dies gelang nicht, die Larven starben und das Center wurde errichtet.

Die Kinder haben die Geschichte für die Oper umgeschrieben, der Teich wird durch ihr Engagement gerettet. In den letzten 2 Jahren haben die Jungen und Mädchen sich mit berühmten Opern der Teilnehmerländer, mit der Lebensweise der Amphibien, mit Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft, mit Kostümen, Bühnenbau und Bühnenbild beschäftigt. Gleichzeitig wurde gesungen und musiziert. Wir haben uns in den Schulen der Partnerländer getroffen und hier unsere Arbeitsergebnisse präsentiert und geteilt Diese Woche fand in Schule das Casting für die Verteilung unserer Rollen statt. Die Kinder haben sich großartig präsentiert. Unser Kostümdesigner Jean Francois hat den Style für die Kostüme festgelegt, nachdem ihm viele Kinder ihre Ideen zugeschickt haben. Im März treffen wir uns in der Bretagne zu einem letzten Austausch, schon jetzt fiebern wir dem 6.Juni entgegen. Dann wird es in der Kirche zu Wittenberge die einzige Aufführung geben. Der Schutz unseres geschundenen Planeten, das gemeinsame notwendige nachhaltige Handeln kommender Generationen in Europa, szenisch umgesetzt in einer Oper kann viele Menschen sensibilisieren. Dazu nutzen wir bewusst die Musik, weil alle Menschen die motivierende Kraft der Klänge und Melodien berühren. Wir freuen uns auf dieses besondere Ereignis.

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Expertentreffen auf der Schulfarm

Zur ersten Planung für das kommende Jahr auf unserer Farm trafen sich Gasteltern, Farmerin, Pädagogen und Experten in Klein Lüben. Vor allem die Mädchen und Jungen aus der künftigen Lerngruppe 7/8 werden die besprochenen Unternehmungen planen, umsetzen, begleiten und dabei das dazu nötige Wissen erwerben. Neben den Pferden wird in diesem Jahr ein 500qm2 großer Garten errichtet sowie Bienenstöcke aufgestellt. Eine Menge spannender Aufgaben warten auf uns. Die entstehenden Produkte werden in den Schulbetrieb eingebracht und verbraucht. Damit schließt sich ein kleiner Kreislauf. Die Schulgemeinschaft freut sich, dass es nun bald losgeht. 

1. Montessori Fortbildung 2020

Zu einem interessanten Austausch über die Montessori Pädagogik, vor allem im Kinderhaus, trafen sich Eltern, Erzieher, Lernbegleiter, Schüler und Freunde in unserer Einrichtung. Gritje Zerndt, vom Montessori Labor Berlin, gab uns einen sehr anschaulichen und begeisternden Einblick in die Entwicklung unserer Kinder im Lebensalter von 0 bis 6 und die Sichtweise der Montessori Pädagogik auf diese interessante Zeit im Leben eines Menschen. Danach hatten die Zuhörer die Gelegenheit im Montessori Kinderhaus die Materialien kennenzulernen, damit zu arbeiten oder an einer Darbietung teilzunehmen. In einer abschließenden Reflektion wurde auf den 2. Abend am 13. Februar verwiesen, wo es einen Einblick in die kosmischen Erzählungen und das Thema Kommunikation und Bindung gehen wird. Wir möchten uns bei den Mädchen und Jungen aus 4 Lerngruppen und Benjamin Stabbert für das hervorragende Catering bedanken. 

Nisthilfenbau für Wildbienen

 

 

Wer im letzten Jahr in der Prignitz lebte hat gemerkt, dass der Insektenreichtum schwindet. An den Winterfütterungen wurden viele Vogelarten vermisst. Vom 14. bis 17. Januar 2020 wir die Möglichkeit, uns am Bau von Nisthilfen für Wildbienen, weiteren Insektenarten und Vögeln zu beteiligen. Kinder unserer Montessorischule, der Albert Schweitzer Schule Wittenberge, der Grundschule Lanz, der Grundschule Karstädt, der Kita Nebelin und der Kita Karstädt nutzten den Ton der Firma Braas aus Karstädt, um Nisthilfen für Hautflügler wie Wildbienen zu bauen.

Beraten wurden wir dabei von der Ökologin Anika Kristin Gathof von der TU Berlin und von der Künstlerin Ute Reeh vom Nebeliner Zentrum für Peripherie. 

Die Aktion ist Projektstart für eine Studie, deren Ziel ein innovativer Lehmlärmschutz an der Autobahn A14 ist, der zugleich Unterschlupf für bedrohte und seltene Tierarten bietet.

Ziel ist für einen nachhaltigen Lärmschutz aus Lehm an Autobahnen Lehmbautechniken und deren Statik für maschineller Fertigung mit günstigen Produktionskosten weiterzuentwickeln. Weitere Fragen sind: Hat diese Idee Rückkopplungswirkungen auf die Region?

Das vom Zentrum für Peripherie initiierte Forschungsprojekt, wird von international renommierten Planer*innen begleitet. Es verdankt seine Ausgangsidee dem unzureichend geplanten Lärmschutz für das Prignitzer Dorf Nebelin. Es wird möglicherweise nicht nur den Lärmschutz in der Prignitz verbessern, sondern als europäisches Vorzeigeprojekt dafür sorgen, dass vertikale ökologische Ausgleichsflächen mit „Insektenhotels“ entstehen, indem man nötigen Lärmschutzwand aus Lehm baut, statt aus Aluminium. Wege aufzuzeigen, wie Lärmschutz- und Umweltschutzmaßnahmen kosteneffizient miteinander verbunden werden können, stellen dabei einen wesentlichen Kern der Überlegungen dar. Ziel für die Landwirtschaft ist es, Flächen zu erhalten, indem Ausgleichsmaßnahmen für Naturschutz gewissermaßen „hochgeklappt“ werden und somit weniger Ackerland verloren geht.

Ohne den Schutz und die nachhaltige Verbesserung der Bedingungen in den Biotopen für die Insekten und damit für die Vogelarten wird sich das Verschwinden der Arten fortsetzen.

Die Konzeptentwicklung von Lehmlärmschutz als vertikale Ausgleichsmaßnahme wird von der deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Partner sind: Martin Rauch und Lehm Ton Erde Baukunst GmbH, Schlins; Jan Mittelstädt von der Knippers&Helbig GmbH, Berlin, Prof. Heiner Lippe, Fachgebiet Bauwesen, TH Lübeck; Christian Hansel, Lehmbau Lovis UG, Leipzig; Sven Brosge, STRABAG AG Deutschland: Anika Gathof, Institut für Ökologie, TU Berlin; Dr. Dieter Günnewig, Bosch&Partner Hannover; Ute Reeh, Zentrum für Peripherie, Nebelin & Düsseldorf; Burg Lenzen; LAG Storchenland Prignitz; Bürgerinitiative Nebelin; Gemeinde Karstädt; Ortsbeirat Nebelin; BRAAS Karstädt; PS Kieswerke; Lehmbauer der Region; Montessorischule Wittenberge; Albert-Schweizer-Schule Wittenberge; Grundschule Lanz; Grundschule Karstädt, Kita Nebelin; Kita Karstädt und Interessierte der Region.