IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Einmal Platz nehmen auf der Bank des Bundespräsidenten – die 5. und 6. Klasse besichtigt den Deutschen Bundestag

Zum Anlass der Bundestagswahl 2017 haben sich unsere 5er und 6er mit dem Begriff der Demokratie, der Bedeutung von Wahlen und Parteien sowie der Funktion des Bundestags auseinandergesetzt. Was bot sich da besser an, als einmal hautnah das Herz unser demokratischen Ordnung, das so genannte Hohe Haus, zu besichtigen?

Darum fuhren am 15. November Shafiullah, Peter und Sebastian mit unserer 5. und 6. Klasse nach Berlin. Unsere Tour startete an der „Waschmaschine“, dem Kanzleramt, jedoch suchten wir vergebens nach der Klingel von Frau Dr. Merkel. Nachdem wir uns weitere Gebäude und Denkmäler rund um den Reichstag angeschaut hatten, begaben wir uns zum Einlass. Bei der Sicherheitskontrolle fiel zum Glück nur eine Mundharmonika auf, die sich der Schüler am Ende der Besichtigung wieder abholen konnte. Von einer freundlichen Dame wurden wir in Empfang genommen und bekamen unsere Führung durch das Hohe Haus. Das Herzstück, den Plenarsaal, bekamen wir von der Besuchertribüne aus erläutert, wo ansonsten der Bundespräsident mit seinen Gästen verweilt. Der Besuch der Terrasse und besonders das Flanieren durch die gläserne Kuppel haben bei den Schülern ebenfalls einen starken Eindruck hinterlassen.

Bereits im September ging es an unserer Oberschule sehr politisch zu. Die Jugendlichen der 7. und 8. Klasse sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben noch vor der Bundestagswahl im Rahmen der  bundesweiten Juniorwahl 2017 ihre Stimme abgegeben. Bei vielen war das Interesse an Politik und den Inhalten der politischen Parteien spürbar vorhanden. Während des Wahlvorgangs herrschte eine ernsthafte, gleichwohl neugierige Stimmung. Bei der Auswertung der Erstimmen setzte sich die CDU, bei den Zweitstimmen die Grünen durch. Somit wurde das Ergebnis der Bundestagswahl ein Stück weit vorweggenommen.

Im Übrigen wurden nur demokratisch verankerte Parteien von den Jugendlichen unserer Schule gewählt. Das lässt hoffen für die Zukunft!

 

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Die Bedeutung des Erzählens in der Kosmischen Erziehung

Maria Montessori und Ihr Sohn Mario schrieben verschiedene kosmische Erzählungen. Die Geschichten schrieben sie vor allem in Indien, wo Geschichten auch heute noch häufig mündlich überliefert werden. Die Erzählungen dienen als Rahmen für die Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen im Lernprozess der Kinder. Die Erzählungen erfassen alle Bereiche unseres Lebens, sind interessant und animieren die Kinder zu zahlreichen Folgeaktivitäten. Da ist zum Beispiel die Geschichte vom Friedensbotschafter, der dem roten, blauen und gelben Reich helfen will Frieden zu schließen. Er überzeugt die Könige schließlich gemeinsam zu leben und in ein Reich zu ziehen, dem trinomischen Würfel. Der dreigliedrige Kubus besteht aus 27 hölzernen Kuben und Prismen in den Farben rot, gelb und blau, z. T. mit schwarzen Seitenflächen. Die Kuben und Prismen entsprechen den einzelnen Elementen der Algebra-Formel:

 (a+b+c)3=a3+b3c3+3a2b+3a2c+3a2c+3b2a+3b2c+3c2a+3c2b+6abc. Durch die Erzählung können bereits Kinder aus dem Kinderhaus den trinomischen Würfel zusammenbauen. Sie werden für mathematische, gesellschaftswissenschaftliche und kulturelle Themen interessiert und trainieren ihre motorischen Fähigkeiten. 5 Kolleginnen und Kollegen unserer Schule durften auf dem Weiterbildungstag des Berliner Montessorikreises den Worten des Referenten Axel Winkler folgen und sich selbst im Erzählen ausprobieren. Es war einfach wunderbar.

Lernen in unserer Schule macht glücklich

 

Zoe, Schülerin der Eulenklasse, fotografiert sehr gern und möchte ihr Wissen und ihre Fertigkeiten auf diesem Gebiet erweitern. Am 28.11.17 wird sie im Rahmen einer Projektfahrt nach Berlin ins Technikmuseum fahren und dort die Ausstellung zum Thema „Fototechnik“ besuchen. Im Vorfeld suchte sie glückliche Kinder in unserer Klasse. Es sind tolle Fotos entstanden.

Was Kinder brauchen

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen tragen, geschehen Wunder.“(Henry David Thoreau)

Lernen und Entspannung gehören zusammen, unter diesem Motto bieten wir unseren Schülern in Klasse 1-3 wöchentlich Momente der Achtsamkeit und der Entspannung. Die Angebote, z.B. Klanggeschichten, Meditation, Phantasiereisen, Yoga, Lachyoga und Tiefenentspannung finden in den Sitzkreisen oder in der Freiarbeit stat.

Die Mädchen und Jungen der Igel, Frösche und Eulen erlernen Techniken, um auf sich zu achten und bei sich zu sein und achtsam mit unserer Umwelt umzugehen.

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Montessori-Schulfarm

„Juchu, da möchte ich hin“, mit diesen Worten startete unser Projekt, unsere Schulfarm intensiv als Lernort zu nutzen. Geplant ist, dass 1x wöchentlich ca. 6 Schüler (wöchentlich wechselnd) nach Klein Lüben zu fahren um dort zu beobachten, wie sich die Natur mit den Jahreszeiten verändert, welche Pflanzen und Tiere dort leben und vieles mehr. Wir haben viele Ideen mit den Schülern gesammelt und werden diese gemeinsam umsetzen, dabei arbeiten und planen Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam. Wir freuen uns auf diese neuen Erfahrungen und werden davon berichten.

 

 

Dachdecker und Gärtner

In den Herbstferien trafen sich Kinder unserer Montessorischule auf unserem Schulfarmgelände in Klein Lüben. Gemeinsam mit Birgit und Nico Tröger und ihren Kindern deckten sie ein neues Dach für die Garage, säuberten das Gartengelände vor der Villa und richteten zwei Zimmer ein. Die Jugendlichen arbeiteten dabei sehr verantwortungsvoll.

Die Schüler lernten beim Arbeiten das Zuschneiden und Richten der Sparren sowie das Aufschrauben der Dachbleche. Sie entfernten das Unkraut im Garten und pflanzten neue Stauden und Büsche. In die Zimmer wurden u.a. 4 neue Betten gestellt. Somit haben wir nun 35 Betten zur Verfügung.

Die Garage wird für die sichere Aufbewahrung der Fahrräder benutzt werden. Wir bedanken uns bei allen fleißigen Helfern.

Die Einheit von Bewegung und Bildung:)

„This education of movement goes right to the roots of my system of education…It follows that if we learn first through practice, there is movement in all our lessons–but it is controlled movement because the children are always working towards the mastery of a set of movements. Therefore, they are behaving in the active way natural to children and learning at the same time.

This is the new education of movement, and in a child’s home life the same principles should apply. The child who has to sit still listening to a teacher is in the worst possible state of mind and body for learning. Likewise, the child whose life at home is strictly ordered according to the convenience of grown-ups without knowledge or consideration of the natural movement and active interest of childhood is in the worse possible state of mind and body, either for obedience or good manners.

The child who is handling specially designed materials at school, the child at home who is allowed to dress himself, help lay the table, in fact carry on the hundred and one activities that interest him and harm nobody, is in reality busily at work on his development–and the method of his learning is through movement.“

Maria Montessori, Maria Montessori Speaks to Parents (pgs. 32-34).