IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Die Entwicklung und Anfertigung von Montessori Materialien

Die Entwicklung und Anfertigung von Montessori Materialien

Ein wunderbares Abschlussgeschenk erhielten die Mädchen und Jungen von den ersten Absolventinnen und Absolventen unserer Schule. Sie stellten sich folgenden Anforderungen an ein Montessori Material. 

– Die Montessori Materialien fesseln die Aufmerksamkeit.   
– Die Montessori Materialien enthalten ein hierarchisches Ordnungsprinzip. 
– Die Materialien beinhalten eine Fehlerkontrolle.
– Die Materialien zeichnen sich durch Einfachheit aus.

Materialien für das Kinderhaus, für die Grundschule und die Sekundarstufe wurden geplant, angefertigt, präsentiert und in die Lerngruppen verteilt. Vielen Dank!

Hurra, es geht weiter! – Unser Opernprojekt „The Tadpole Princess“ wird fortgesetzt

Gute Nachrichten für unser Erasmus+ -Projekt! Ursprünglich wäre es im August beendet, aufgrund der Corona-Pandemie ohne weitere Mobilitäten und ohne einen würdigen Abschluss. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Griechenland, Tschechien, Frankreich und Spanien haben wir bei unseren nationalen Agenturen eine Verlängerung des Projektzeitraums beantragt – mit Erfolg! So haben wir nun bis mindestens Ende Februar 2021 die Zeit, das Treffen in Quimper/ Frankreich nachzuholen und unser Opernprojekt „The Tadpole Princess“ bei uns in Wittenberge und Klein Lüben zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Voraussetzung bleibt, dass die Corona-Pandemie insgesamt weiter abebbt, wodurch Reisebeschränkungen in Europa weiter fallen können. Wir bleiben jedenfalls optimistisch und hoffen das Beste, so wie die Figur Simten in unserer gemeinsamen Oper!

It was indeed a very „Fine, fine day” – Über die feierliche Verabschiedung unser 6 – Klässler

Und schon wieder war es soweit – ein Schuljahr, und damit die Grundschulzeit der Lernenden aus der 6. Klassenstufe, ging zu Ende. Zu einer stimmungsvollen Abschlussfeier haben wir uns dieses Mal in Klein Lüben eingefunden, an dem Ort, der für die künftigen Montessori-Oberschüler zu einem wichtigen Lern- und Erfahrungsraum werden wird. Die Schülerinnen und Schüler haben ein buntes Programm zusammengestellt: der Chor trug u.a. Lieder unserer Oper vor, die Kinder sangen und tanzten. In einem Theaterstück nahmen die Mädchen und Jungen die verschiedenen Attitüden und Marotten ihrer Lernbegleiter auf die Schippe. Nach der feierlichen Zeugnisübergabe reflektierte Nora mit einer stimmungsvollen Rede die Zeit der gemeinsamen Arbeit und des Zusammenlebens. 

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, die diesen schönen Tag organisiert und gestaltet haben! Den Lernenden wünschen wir für ihre weitere Zukunft alles Gute! 

Staatlich anerkannte Oberschule

Pünktlich zur Verabschiedung der ersten zehnten Klasse unserer Schule erhielten wir den oben genannten Titel. Unsere erfolgreiche Arbeit wird anerkannt.

Ausschnitte der Abschlussrede:

Maria Montessori, unsere Schule trägt ihren Namen, hat im Erdkinderplan beschrieben, worum es in der Sekundarstufe geht. „Hilf uns es gemeinsam zu tun.“ Die Lehrerinnen und Lehrer und eure Eltern haben in diesem Sinne mit euch gelebt. und wir hatten oft das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Ich danke euch allen für die Zusammenarbeit immer mit dem Blick auf die hier sitzenden prächtigen jungen Frauen und Männer. 

Dr. Montessori beschrieb im Erdkinderplan: „Menschen die Hände, aber keinen Kopf haben und Menschen, die einen Kopf aber keine Hände haben, sind in der modernen Gesellschaft in gleicher Weise fehl am Platze.“ Ihr seid die erste Lerngruppe unserer Schule, die diesen Weg beschritten hat. In den Studienzeiten habt ihr euren Kopf, in diversen Aktionen eure Hand geschult. Beispielgebend dazu möchte ich ein paar Aktivitäten aufzählen. Wir waren in der Oper in Berlin, wir haben van Gogh und Rembrandt in Amsterdam besucht, ihr habt eine eigene Ausstellung gestaltet, im Technikmuseum die Welt der Wissenschaft erlebt. Ihr habt einen Teil der Zimmer auf unserer Montessorifarm renoviert, einen Bauplatz auf dem Schulhof mit Gründach gezimmert, einen Bauwagen eingerichtet und künstlerisch gestaltet, Holzmöbel für den öffentlichen Raum gebaut, mit Lehm eine Bank errichtet, einen Mopedparkplatz geplant. 

Mit dem Eintritt in die Sekundarstufe begann bei vielen von euch die Pubertät Dr. Montessori schrieb: „Der Organismus wandelt sich um, seine Entwicklung schreitet schnell voran. Es ist das Alter der Zweifel und der Unschlüssigkeiten, der heftigen Gemütsbewegungen. Man hat diese Epoche mit Wiedergeburt bezeichnet. Das Individuum wird zu einem sozialen Neugeborenen. Der Erdkinderplan zielt vor allem darauf, die Wertschätzung der Personalität unter diesen schwierigen sozialen Bedingungen zu ermöglichen.“ In unzähligen Interviews habt ihr mir erlaubt ein Stück eurer Seele zu sehen und wir waren im Austausch, um Konflikte zu lösen und Handlungsstrategien zu entwickeln. In den Zielgesprächen habt ihr euren Eltern und mir euren Lernweg beschrieben. 

Montessori schrieb weiter: „Es geht darum, den jungen Menschen in den Stand zu versetzen, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen. Seine Persönlichkeit wird gewinnen aus der Tatsache, daß er auf der einen Seite sich fähig fühlt, im Leben durch seine eigenen Anstrengungen und seine eigenen Verdienste zu bestehen und daß er andererseits mit der Realität des Lebens in Berührung steht. Jede Arbeit hat Adel. Die einzige unwürdige Sache ist es, ohne Arbeit zu leben. Die Arbeit führt die Kinder mitten in das soziale Leben hinein, gleichzeitig durch Erfahrung und Studium.“ 

Ihr habt den offenen Garten vor der Schule errichtet, Kartoffeln gepflanzt, geerntet und für die gesamte Schulgemeinschaft gekocht, wir haben Obst geentet, mosten lassen, Marmelade gekocht und verkauft. Ihr habt verschiedene Aufgaben für eure Eltern erledigt und dabei Geld verdient. Ihr habt im „Famila“ gelernt, wie schön und gleichzeitig schwierig es ist, den Tag über zu arbeiten und dabei freundlich zu sein. 

Im Erdkinderplan steht: „Wenn sich durch Generationen hindurch ein sozialer Fortschritt verwirklicht, wird die Entwicklung dieser Kinder, wenn sie einst Erwachsene geworden sind, derjenigen ihrer augenblicklichen Lehrer überlegen sein.“ 

Mit eurer Entscheidung das eingenommene Geld nicht individuell aufzulisten, sondern jedem die gleiche Summe zu geben, obwohl der Arbeitsaufwand unterschiedlich war seid ihr einen Schritt gegangen, der eine solidarisch aufgestellte Gesellschaft möchte. Mit dieser Geste habt ihr mich überrascht und ich war von eurer Entscheidung tief beeindruckt. 

„Hilf uns, es gemeinsam zu tun!“ Ihr habt eine „Erfahrungsschule des sozialen Lebens durchlebt. Ich bin davon überzeugt, dass ihr davon in der Zukunft profitieren werdet. 

Erste Ernte:)

Zum Ende dieser Woche haben wir unsere erste Ernte ‚eingefahren‘. Mit drei Schüsseln Rauke sind Schüler*innen der Notbetreuung auf den heutigen Markt nach Wittenberge gefahren, um die Ernte einer 12 m langen Rauke-Reihe zuverkaufen… Die Wittenberger*innen waren begeistert, interessiert am Farmleben. Wir haben alles verkauft:)
Zudem sind wir große Liebhaber der Marienkäferlarven geworden…vermutlich schaffen sie es alle Blattläuse aufzufressen, damit sich die Pflanzen vor Einfall der Mottenschildlaus und der Rübenfliege stärken können. Natürlich mit unserer guten Brennnesseljauche:).
Es gab schon Fragen, ob wir die Marienkäfer beim Nützlingsversand bestellt hätten… Nein, sie kamen direkt vom Himmel und wollten alle auf unseren Acker. Hat sich gut herumgesprochen, dass es bei uns, in Klein Lüben, so schön ist:). Ohne die Rauke sehen die Reihen echt leer aus. Zugleich zeigte sich ein erster Bohnenkeimling, denn beim 2. Pflanztermin vor 10 Tagen wurden neben der Rauke Buschbohnen gelegt. Da bekommt der Boden sogar Stickstoff aus der Luft, den die Bohnen auf wunderbare Weise ‚einfangen‘ können. (Deswegen heißen sie Leguminosen.) Zudem sind Butterbohnen extrem lecker, stimmt ’s Benny;)
Bei einigen Kohlrabipflanzen sind die Sprossachsen schon so verdickt, dass
man kleine Kohlrabis erkennen kann. Nur der Durchmesser stimmt noch nicht. Die müssen viel dicker werden! Wir dagegen können uns bis dahin an den Beeten satt sehen;).

Wir leben im Paradies

Ein Stück Land zu besitzen, es mit der Hacke zu bearbeiten, Samen auszusäen und deren Erneuerung des Lebens zu beobachten – dies ist die befriedigendste Sache, die ein Mensch tun kann.
Charles Dudley Warner

Zur zweiten Pflanzung in unserem Garten trafen sich heute 20 Mädchen und Jungen der 6. Bis 8. Klasse auf der Schulfarm. Unter Anleitung der Mitarbeiter der „Gemüseackerdemie“, unserer Farmerin Daniela und Heike aus der Gärtnerei der Lebenshilfe in Perleberg kamen frostempfindliche Tomaten, Gurken, Zuckermais, …… in den Boden. Eine Arbeitsgruppe baute an einen massiven Eichenholztisch.  Eine Strohpuppe wurde gebastelt und Brennnesselsud hergestellt, damit wir unsere Pflanzen vor tierischen Liebhabern schützen. Es war – ein wunderbarer Tag:).

 

 

Nebeliner Schallschutzmauer

Der Schallschutz an der kommenden A 14 ist in Nebelin für die Bürger von großem Interesse. Der Verein für Peripherie möchte dabei Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit  und Naturschutz verbinden. Mädchen und Jungen unserer 9. Jahrgangsstufe halfen heute beim Errichten einer Probewand am Nebeliner Kindergarten. Gemeinsam mit Christian und Henry, Lehmbauern die auf „Wellerlehm“ spezialisiert sind, wurde ein Teil der Wand errichtet. In der nächsten Woche wird ein zweiter Teil aus Stampflehm mit dem Experten, Martin Rauch, aus Österreich gebaut. Wildbienen werden in der Mauer ein Heim finden. Wir füllten 3 Schalungen voll mit Wellerlehm und verdichteten die Masse. Inken und Urs aus Lübeck werden, gemeinsam mit ihrem Professor, in einem „Schallabor“ an der Hochschule die Schallschutzwerte der Lehmblöcke wissenschaftlich analysieren. Wir wünschen dem Projekt weiterhin viel Erfolg.

Die 2. Etappe für den Gemüseacker auf unserer Montessori-Schulfarm in Klein Lüben

Nachdem Ende April zur 1. Pflanzung von ein paar Schülern, Lehrern, Eltern und den Ackerhelfern der Gemüseackerdemie mehrere Hundert Gemüsejungpflanzen ihren Weg in den Acker fanden, finden am Vormittag des 27. Mai die Kälte empfindlicheren Arten, geliefert von der Lebenshilfe Gärtnerei Perleberg, nun in Klein Lüben ihr neues Zuhause. Da nun wieder verstärkt Kinder in der Schule lernen, können die zukünftigen Farmer an diesem Erlebnis teilhaben. Mehr als 200 kleine Maispflänzchen, ca. 50 Gurken- und mehr als 30 Tomaten-, Kürbis- und Zucchinipflanzen werden in die Erde gesetzt. Dank der fleißigen Arbeit und dem Engagement vieler Kinder und Lernbegleiter gedeiht das Gemüse trotz der Trockenheit.

IMG_5862 2

Säerspruch und Regengötter

Die vorbereitete Umgebung für die Jugendlichen in der Montessori Schule ist die Schulfarm. Seit Beginn dieses Jahres bereiteten die Kinder und Jugendlichen die Anbaufläche für einen Garten vor. Am Donnerstag, dem 30.4.2020, war es soweit, der Garten wurde bepflanzt. Zur Eröffnung wurde der Garten im Beisein des Geschäftsführers, Tom Buchholz, geweiht.

Säerspruch

Bemesst den Schritt! Bemesst den Schwung!

Die Erde bleibt noch lange jung!

Dort fällt ein Korn, das stirbt und ruht.

Die Ruh ist süß Es hat es gut.

Hier eins, das durch die Scholle bricht.

Es hat es gut. Süß ist das Licht.

Und keines fällt aus dieser Welt und jedes fällt wie`s Gott gefällt.

Conrad Ferdinand Meyer

Seit Anfang März hat es in der Prignitz nicht geregnet. Laura Stolle, Rainer Trunk und Birgit Bockler baten mit dem Lied „Over the rainbow“ um Regen. Mädchen  und Jungen der Schule bepflanzten Hand in Hand  mit unserer Farmerin Daniela, den Hauseltern Lisa und Sebastian, einigen Lernbegleitern und den Experten der „Gemüseackerdemie“ den 600qm2  großen Garten mit den verschiedensten Gemüsearten. Rote Beete und Endiviensalat, Zuckerschoten, Fenchel, Zwiebeln, Kartoffeln, Palmkohl, Radieschen….. wurden gesät und gepflanzt. Die Regengötter erhörten unser Gebet. In der Mittagszeit begann es zu regnen. Wir freuen uns darauf, die Pflanzen beim Wachsen zu beobachten.