IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Erasmustreffen „Happiness in Lifelong Learning“ in Novo Mesto

Zum letzten Mal treffen sich die Kinder und Lehrer zur Auswertung des Projektes im wunderschönen Slowenien. Im Erasmusparlament  tauschen wir   die Ergebnisse zur Glücksforschung aus. Wir besprechen, wie unsere Ideen verbreitet werden.  Wir wollen die lokalen Zeitungen, die social media nutzen und eine Ausstellung in der Schule organisieren. Die Teilnehmer sind vom Projekt begeistert, Freundschaften entstehen.  Wir werden demnächst mehr berichten😀.

 

Fassadenverkleidung mit Lärchenholz – ein Projekt von Chantal Richter

Wir haben uns vorgenommen, den neuen Anbau unserer Schule zu verkleiden. Im Unterricht planten wir die Arbeiten, zeichneten die zu verkleidenden Flächen  und holten im Baufachzentrum  Kostenvoranschläge ein. Wir bereiteten gemeinsam mit Nico,  unserem Hausmeister, die Baustelle vor. In Kleingruppen begannen wir das Projekt umzusetzen.  Ich entschied mich, eine weitere Woche bei der Verkleidung zu helfen.  Die Arbeiten haben  mir viel Spaß gemacht, es war aber auch anstrengend. Dir Rüstung war sehr hoch, was für mich eine Herausforderung war.

Mir war es sehr wichtig, dieses Projekt  zu beenden. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich durchziehe und die Fassade nachher  gut aussieht. Nach kurzer Einweisung von Nico habe ich die Leisten befestigt. Mit jeder Schraube mehr wurde ich sicherer. Erst haben wir die unteren Leisten angeschraubt. Als wir nicht mehr rankamen, musste ich auf ´s Gerüst klettern. Die erste Zeit waren meine Beine wackelig, weil ich Höhenangst habe. Mit der Zeit habe ich mich an die Höhe gewöhnt. Eine Steigerung war, auf ein höheres Gerüst zu gehen. Ich hatte im Hinterkopf, was mir alles passieren kann, wenn ich runterfallen würde. Die Arbeit hat mich von der Höhe abgelenkt. Ich habe alles heil überstanden. Jedes Mal, wenn ich am Anbau vorbei gehe, erinnere ich mich an die schönen Momente und an die schöne Zeit. Übrigens, die Fassade sieht toll aus.

 

Chantal

Was ist wichtig?

Klara, Leni, Emilia, Leni, Lara, Melissa, Leni, Maximilian, Paul, Jannis, Louis, Finn, Denni, Peter, Hermann, Kevin, Lukas Arnold, Ute Reeh und Peter Awe sammelten am 5. April in  der Aula unserer Schule Ideen für das Zusammenleben von jungen und immer mehr alten Menschen in der Prignitz. Wir stellten uns folgenden Fragen.

Was ist wichtig für junge Leute in der Prignitz? Was ist wichtig für die älteren Menschen, die bei uns leben? Was brauchen junge und alte Menschen, um gern hier in der Prignitz zu leben? Wie könnte uns moderne Technik dabei helfen?

Die Projektgruppe arbeitete folgende Themenschwerpunkte heraus. Wir brauchen:

  • Treffpunkte
  • ein Zusammen von Jung und Alt
  • gegenseitige Unterstützung
  • miteinander und voneinander-Lernen von Jung und Alt
  • Natur
  • Digitalisierung, nutzen von Robotern und Drohnen einersei
  • nicht digitalisierte Inseln der Ruhe andererseits
  • neuartige Formen von Stromerzeugung (statt Windrädern)
  • Vielfalt von Ideen und Berufen
  • vielfältige Transportmöglichkeiten

Wir sind gespannt auf die kommende Projektarbeit.

Montessorimaterialien, Kunst- und Musik

Die Montessoriausstattung unserer Schule unterstützt den Lernprozess der Kinder. Davon überzeugten sich Kinder und Lehrer aus unserer Partnerschule „Utopya“ in Istanbul. Die Gäste waren von der Lernhaltung und der Arbeitsatmosphäre in unserem Kinderhaus und in der Schule begeistert. In verschiedenen Darbietungen zeigten wir den Kollegen die Arbeit mit den Materialien. Weitere Weiterbildungen werden folgen.

Die Bedeutung der Kunst und der Musik für die Entwicklung unserer Kinder zeigten sich bei einem Besuch in der Schweriner Museumsgalerie, bei Tanz- und Musikangeboten in der Aula und im Kulturhaus. Die pädagogische Begleitung war exzellent.

Die Kinder suchten sich in Schwerin „ihr“ schönstes Gemälde und berichteten davon, festigten ihr Wissen über den Expressionismus und zeichneten Skulpturen von Barlach ab. Unser Freund John Murray aus Hull musizierte mit den Kindern und begleitete unterschiedliche Instrumente auf dem Piano. Mehmet, ein Orff – Musiker aus Van in Anatolien tanzte mit uns verschiedene Tänze aus seiner Heimat. Im Kulturhaus begeisterten die „Orchestermäuse“ die Mädchen und Jungen.

Am Wochenende besuchten Kollegen Montessorikurse in Hamburg und Berlin. Neben der Ausbildung zum Diplom stand diesmal der Nachbau des Universums im Fokus des Interesses.

Erfahrungsaustausch

Die Kolleginnen und Kollegen unserer Partnerschule aus Neuruppin führten ein pädagogisches Wochenende in Wittenberge durch. Sie hospitierten im Unterricht und gaben uns wertvolle Hinweise zu unserer Arbeit. Sie waren beeindruckt von der wertschätzenden, liebevollen, ruhigen Arbeitsatmosphäre, der hohen Selbständigkeit der Schüler, der Logbuchführung, der Integration der Förderkinder und den hellen großen Räumlichkeiten. In einem Gesprächskreis tauschten die Kollegen wertvolle Erfahrungen aus. Die Rückmeldungen über die Hosptitationsbögen geben uns hilfreiche Informationen zu unserer Arbeit und werden in der pädagogischen Konferenz besprochen. Am Nachmittag wurden die kosmischen Erzählungen – Gott der keine Hände hat – Die Entwicklung des Lebens und – Woher der Name Geometrie stammt-dargeboten. Im nächsten Schuljahr wird das Kollegium der Montessorischule ein pädagogisches Wochenende in Neuruppin verbringen.

 

Herausforderungen

Die Mädchen und Jungen unserer Sekundarschule lernen mit unterschiedlichen Methoden und Organisationsformen. In der Studienzeit können sie wählen, an welchen Unterrichtsthemen gearbeitet wird. Sie lernen dabei die Zeit effektiv zu nutzen, um das Pensum der Wochenpläne zu bewältigen. Die Darbietungen der Pädagogen unterstützen diesen Prozess. Im Fachunterricht werden Unterrichtsinhalte eingeführt und gefestigt. Der Projektunterricht erlaubt das vertiefte Eintauchen in die Lebenswelt der Jugendlichen. Die Mädchen und Jungen beginnen mit praktischen Arbeiten, damit sie ihre gewählten Exkursionen eigenständig finanzieren können. Die ersten Aktionen wurden erfolgreich abgeschlossen. Die nächste Woche wird eine spezielle, da die Kinder die Verschalung des neuen Verbindungsbau mit planen und realisieren. Sie handeln dabei im Team und erleben ihre Stärken.

 

Anne Frank

Wir, die Klasse 7, haben ein Projekt über Anne Frank gemacht. Anne Frank war ein 13 jähriges jüdisches Mädchen, das zwischen 1942 und 1944 Tagebuch führt. Das Projekt wurde von unserer Klassenleiterin vorgeschlagen. Als erstes haben wir das Buch gelesen, dann sind wir in kleine Gruppen gegangen, um uns mit verschiedenen Themen zu beschäftigen. Das Projekt hat insgesamt drei Monate gedauert. Die Aufstellwände, die wir für unsere Ausstellung  genutzt haben, bekamen wir von der Lebenshilfe.

In der Ausstellung hatten wir nicht nur Plakate, sondern auch ein Modell von dem Versteck der jüdischen Familien. Dieses Versteck war in Amsterdam in der Prinsengracht 263. In dem Haus war eine Firma die zu Opecta gehörte und Geliermittel herstellte. Die flüchtenden Familien (Frank, van Daans, Pfeffer) lebten zwei Jahre dort versteckt, bis sie von den Nazis entdeckt und in verschiedene Konzentrationslager gebracht wurden, wo außer Annes Vater alle starben.

Wir finden alle, dass dieser Lebenslauf sehr bewegend und traurig ist. Deshalb waren die einzelnen Themen (die Bewohner, das Versteck, das Ende) umso interessanter. Jeder, der sich mit der Geschichte genauer befasst hat, wird sicherlich mehr Respekt gegenüber anderen Menschen mit anderen Religionen zeigen. Nie wieder darf so ein Mensch wie Hitler an die Macht kommen. Dennoch fragt man sich, wie er es geschafft hat, so viele Menschen für seine Meinung über die Juden zu begeistern!