IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Happiness in Lifelong learning

Kinder aus Europa (Dänemark, Slowenien, England, Portugal und Griechenland) arbeiteten eine Woche, gemeinsam mit ihren deutschen Mitschülern von der Montessorischule Wittenberge, in einem ERASMUS – Projekt zusammen. Sie nahmen am Unterricht teil, besuchten die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack, und pilgerten zur Plattenburg, eroberten das Pergamonmuseum und das Zentrum von Berlin. An einem ganztätigen Theatertag stellten sich das Kinderparlament der selbst gestellten Aufgabe: „Wie kann ich am besten lernen?“ Die Kinder durften wählen, ob sie Theaterspielen oder Kulissen bauen wollten. Unterstützt wurden sie von den Theatermachern Chady Seubert und Peter Farkas, dem Musiker Gunther Maria Nagel und der Kunstlehrerin Indira Kaviratna. Verständigt wurde sich ausschließlich in englischer Sprache Die Theaterkinder wählten Themen, die sie in einzelnen Szenen gestalteten, der Kunstkurs fertigte in Absprache dazu das Bühnenbild. Abends gab es die Aufführung vor der Schulgemeinschaft und den Pädagogen der Schulen. Die Kinder zeigten uns eindrucksvoll, wie sie am besten lernen können. Chady Seubert und Peter Awe fassten die Ergebnisse zusammen. Die Schüler in Europa wünschen sich glückliche Lehrer. Sie wollen ihren eigenen Lernweg finden und nutzen. Die Kinder fordern, dass wir Fehler als Entwicklungsmotor beim Lernen beachten und Lernfreundschaften bedeutsam sind. Sie zeigten, dass ihre Familien und ihr Sozialraum sehr wichtige Lernräume sind. Unsere Kinder wollen stärker die Natur und Wildnis selbstständig in Gruppen erleben.

In einem Katalog werden die Ergebnisse des Projektes thematisiert und über die Webseite der Montessorischule für Interessenten freigegeben,


<p><a href=“https://vimeo.com/200569820″>How can we learn better?</a> from <a href=“https://vimeo.com/user52960256″>Peter Awe</a> on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

Winter erleben

Endlich ist es weiß draußen. Unsere Hortkinder sind natürlich begeistert und gleich nach der Schule geht’s raus in unseren offenen Garten der im Winter perfekt dem Rodeln dient. Schnee ist aber nicht nur zum Schlittenketten bilden super, es werden Schneemänner gebaut und der Schnee wird von A nach B gebracht, Hügel gebaut und natürlich zur riesengroßen Schneeballschlacht aufgerufen. Und jede Menge Möglichkeit soziales Miteinander und Durchsetzungsfähigkeit zu trainieren.

Bis alle plitschnass sind und bibbernd vor Kälte in den Hort gehen und warmen Tee trinken. Am nächsten Nachmittag sehe ich in selige Gesichter wenn wir wieder zum Rodeln gehen aufrufen.

Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so schön weiß.

Erasmusmeeting in Wittenberge

era

Endlich ist es soweit und unsere Freunde aus Europa kommen zu Besuch, um mit uns nach dem Glück zu suchen.

Unser Projekt trägt den Namen Happiness in Lifelong Learning. Die Idee für dieses Projekt wurde in einem Cafe in Istanbul im Gespräch zwischen einer dänischen und einem deutschen Lehrer geboren und dankbar von Projektpartnern aus sieben europäischen Ländern aufgenommen. Seit über einem Jahr arbeiten Kinder und Lehrer zeitgleich an diesem spannenden Thema. Wir begannen mit dem Basteln unserer Mascottchen und entwickelten ein Mandalalogo. Wir lernten was das Glück an unseren Schulen ausmacht. Wir untersuchten die Kinderrechte, überlegten was wir brauchen um glücklich lernen zu können. Wir schrieben ein Lied vom Glück, musizierten und  tanzten gemeinsam. Wir drehten Filme gegen die Ausgrenzung von Kindern. Wir bastelten den Glückskuchen und entwickelten Rezepte zum glücklich sein. Wir gründeten ein Kinderparlament, die Kinder tauschen hier ihre Glücksideen aus. Wir besuchten uns gegenseitig, lernten neue Freunde kennen und verbesserten unsere Sprachkenntnisse. Wir haben festgestellt, dass wir oft glücklich sind.

Herzlich willkommen an der Montessorischule in Wittenberge. Die Arbeit an unserer Schule steht auf drei Säulen, der Montessoripädagogik, dem Projektlernen und der Inklusion. Wir arbeiten nach den Prinzipien der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Folgendes Zitat beschreibt unsere Arbeit. „Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.“ Damit dies von frühester Kindheit möglich ist nutzen wir die dafür entwickelten Montessorimaterialien mit denen die Kinder lernen können ohne dass der Pädagoge ständig sagt was zu tun ist. Die Materialien sind nur einmal im Klassenraum vorhanden, fokussieren auf den Lerninhalt und enthalten immer eine Selbstkontrolle. Das Kind wählt das Material, der Pädagoge erläutert die Arbeit mit dem Material und tritt dann zurück und beobachtet. Die Kinder werden so konsequent in ihrer Selbständigkeit gefördert lernen Interessenbezogen. Durch die Arbeit in jahrgangsübergreifenden Klassen fördern wir die Kooperation und das soziale Lernen.

„Die Aufgabe der Umgebung ist  nicht das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben sich zu offenbaren.“ So oft es geht greifen wir die Ideen der Kinder auf und gehen an reale Lernorte außerhalb der Schule. Die Kinder lernen in Projekten das Leben in unsere Gemeinschaft kennen und erwerben Fähigkeiten und Fertigkeiten im realen Kontext. Sie lernen von Beginn an Verantwortung für ihr Handeln in der Gemeinschaft zu übernehmen und erlangen damit Unabhängigkeit.

Auf dem Grabstein Montessoris in den Niederlanden ist folgender Spruch zu lesen. IO PREGO CARI BAMBINI CHE POSSONO TUTTO DI UNIRSI AME PER LA COSTRUZIONE DELLA PACE NEGLI UOMINI E NEL MONDO! Übersetzt bedeutet dieses: „Ich bitte die lieben Kinder, die alles können, mit mir zusammen für den Aufbau des Friedens zwischen den Menschen und in der Welt zu arbeiten“. Angesichts der aktuellen politischen Situation ist die Friedenspädagogik aktueller denn je. Maria Montessoris Wirken ankerte in ihrem Glauben, dass Kinder und Jugendliche, die in der Gemeinschaft zu starken Persönlichkeiten werden und im Miteinander trainiert sind, Mitgestalter einer friedlicheren Gesellschaft werden. An unserer Schule lernen Kinder mit und ohne Handicaps zusammen. Jeder kann der Gemeinschaft etwas geben und kann von der Gemeinschaft profitieren. Gemeinsam sind wir stark.

Ein letztes Zitat. Maria Montessori sagte: “Ob wir unsere Kinder korrekt bilden, erkennen wir daran, ob sie glücklich sind.“ Lasst uns in dieser Woche ein Stück weit gemeinsam an der Verwirklichung unseres Glücks arbeiten.

Wünsche und Ausblick für 2017

Die Schulgemeinschaft der Montessorischulen in Wittenberge wünscht allen Kindern, Eltern und Freunden einen guten Rutsch und Start in das Jahr 2017. Wir freuen uns auf das neue Jahr und alle Ereignisse, die darauf warten, erlebt zu werden. Bleibt gesund, froh, glücklich und zufrieden.

Vom 8. Januar bis 13. Januar freuen wir uns im Rahmen des Erasmus  Projekts auf Kinder und Pädagogen aus der Türkei, Griechenland, Slowenien, Dänemark, Portugal und England. Wir werden weiter an unserem Thema „HAPPINESS IN LIFELONG LEARNIG“ arbeiten. Ein Zitat von John Lennon: „Als ich fünf Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass es das Wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein.“ Dem stimmen wir zu und suchen nach Indikatoren, Ideen und Methoden des Glücks beim lebenslangen Lernen.

Unser inklusiver Ansatz

Die vorbereitete Umgebung in unserer Montessorischule bietet hervorragende Möglichkeiten für die Lernmotivation. Sie sind einzigartig und schön, Kinder wollen mit ihnen lernen. Die Aufgabe des Pädagogen ist es, die Kinder zu  beobachten und nötige inspirierende Hinweise zu geben. Die Einzelfallhelfer unterstützen dabei einzelne Kinder mit großen Handicaps. Die Einrichtung unserer Räume bietet Möglichkeiten für konzentrierte Arbeit und Entspannung. Alle Räume sind offen und die Kinder dürfen sich frei bewegen. Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, was sie tun wollen. Das gilt für Kinder mit und ohne Handicaps.

Mit den Montessorimaterialien haben alle Kinder der Einrichtung die Möglichkeit entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu lernen. An unserer Schule beginnt jeder Morgen mit einer Freiarbeit von 90 Minuten, in der die Kinder entsprechend ihren Interessen lernen. Dies gilt für alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderungen. Einzelfallhelfer unterstützen die Kinder mit erheblichen Handicap in der Freiarbeit. Die Kinder wählen Materialien, erforschen diese und lernen. In unserer Schule können die Kinder frei wählen, ob sie den Kunstkurs und oder den  Chor besuchen, in der Fußball AG spielen oder sich ausruhen. Dies gilt selbstverständlich auch für Kinder mit Behinderungen.

Wir leben in unserer Schule den Alltag der Gesellschaft. Arbeits- und Erholungsphasen wechseln sich ab und die Kinder haben oft eine Wahlfreiheit. Sich zu entscheiden ist oft schwierig, schafft Unabhängigkeit, stärkt das Selbstwertgefühl und setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung voraus.

Das  Kindertherapiezentrum der IBiS – GmbH unterstützt unsere Arbeit. So ist es möglich ergotherapeutische, logopädische und physiotherapeutische Angebote, in den Schulalltag zu integrieren. Eltern werden entlastet, in der Schule findet ein Expertenaustausch statt. Kinder mit Behinderungen haben Stärken und Schwächen. Ihre vermeintlichen Schwächen berühren die Kinder und wecken ihr Mitgefühl und ihre Hilfsbereitschaft. Unsere Erfahrungen zeigen, dass das Üben von Solidarität Konfliktpotentiale minimiert. Alle Kinder wollen ihnen helfen, ihren Platz in der Gruppe zu finden. Sie sind eine Bereicherung, eine wichtige Stütze der Gemeinschaft.

inklusion

Verbraucherschule

„Hilf mir es selbst zu tun.“ Ganz schön verantwortungsvoll sind unsere  Schülerinnen und Schüler. Was schon für viele Erwachsene eine Herausforderung ist, haben die Grundschüler als Schuljahresprojekt umgesetzt: Der Beginn der Errichtung einer Schulfarm in Klein Lüben, die Eröffnung des offenen Begegnungsgartens am Horning. Die Kinder  planten, recherchierten,  organisierten mit die Finanzierung und verwalten das Erreichte. Da ist es doch klar, dass sie natürlich auch die eigene Schulfahrt nach Lüben und eine Summerschhool mit Gästen aus Europa selbst organisierten – inklusive Einkauf, kochen und Programmgestaltung. Verbraucherbildung wird an unserer Schule in Projekten und im Unterricht gelehrt und täglich gelebt – u.a. durch die Planung des Schulfrühstücks für etwa 60 Personen, das wöchentlich wechselnd von den Schülerinnen und Schülern übernommen wird. Gesunde Ernährung, Finanzplanung, Nachhaltigkeit – unsere Kinder erwerben viele Alltagskompetenzen durch selbstständige Gestaltung. Mit der Auszeichnung „Verbraucherschule 2016 -2018 Silber“ wurde das Engagement der Mädchen und Jungen gewürdigt.

 

 

Forumtheater -Ein Projekt mit dem Weißen Ring

An unserer Schule gibt es seit diesem Schuljahr einen Improvisationstheaterkurs mit Chady Seubert. Im Theater lernt man seine Gefühle zu zeigen und man kann in viele Rollen schlüpfen. Viele Kinder der Schule arbeiten jeden Donnerstag im Theaterkurs. Im Vorfeld  filmten Oliver und Kevin ein Projekt der Schauspieler.  Chady und ihre Kollegin Danielea spielten Forumtheaterszenen, um auf Opfer im alltäglichen Leben zu sensibilisieren.

Der Auftrittsort befand sich im Lokschuppen in Wittenberge. Die Jungen filmten aus verschiedenen Perspektiven und schnitten im Anschluss den Film. Es war schwierig den FIlm zu drehen, da die Szenen spontan entstanden. Der FIlm wurde dem Weißen Ring zur weiteren Verwendung übergeben.

 

Forum Theater – Notfall from Peter Awe on Vimeo.