IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Adolescent introductory workshop

Adolescent introductory workshop

Kinder verändern sich in der Pubertät. Sie beginnen erneut zu wachsen und das Gehirn entwickelt sich. Maria Montessori spricht von der „sozialen Neugeburt“ der Jugendlichen. Die Mädchen und Jungen brauchen eine besondere Lernumgebung in der sie sich beschützt fühlen, damit sie sich vollständig entwickeln und bilden können.

Zu einer fantastischen Weiterbildung trafen wir 40 Pädagoginnen und Pädagogen  aus Europa und den USA auf der Montessori – Farm in Aulendiebach im Bundesland Hessen. Jenny Marie Höglund, Leiterin einer Schulfarm in Schweden und Dozentin der AMI, brachte uns die Theorie des Erdkinderplans näher. Maria Montessori beschrieb in ihrem Buch „From childhood to adolescence“ die vorbereitete Lernumgebung für Jugendliche. „We have called these children the „Erdkinder“ because they are learning about civilization through its  orign agriculture.“ (…) „The school where the children live, or rather their country homes, can give them the opportunity for social experience.” Die Schule für Jugendliche ist nach Montessori eine direkte Vorbereitung für das Leben. Die Mädchen und Jungen lernen auf der Farm Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, bilden sich vertiefend in Bezug zu realen für sie bedeutsamen Projekten, versorgen sich selbst und erproben so das Leben der Erwachsenen. Dabei entwickeln sie gleichzeitig handwerkliche und intellektuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie erfahren sich selbst und lernen, was es bedeutet in der Gemeinschaft zu leben und sich einzubringen. In diesem Prozess ist die Arbeit das Gestaltungsmittel. Dr. Montessori sagte: „All work is noble: the only ignoble thing is to live without working.” Wir freuen uns darauf in den nächsten Jahren schrittweise den Erdkinderplan an unserer Schule umzusetzen.

Zweite Lernreise nach Wittenberge

Seit 2013 gibt es an der Humboldt-Universität zu Berlin die Möglichkeit für Lehramtsstudenten eine „Lernreise“ zu unternehmen. Organisiert durch die studentische Bewegung zur Verbesserung der Lehrkräftebildung – Kreidestaub – , thematisieren die werdenden Lehrer was ihnen im Studium fehlt. Sie suchen nach intelligenten Lösungen auf Herausforderungen wie der Umgang mit Vielfalt, Inklusion, Demokratie, Partizipation und Digitalisierung.

6 Studentinnen und Studenten hospitierten einen Tag in der Schule, lauschten einem Vortrag zum Schulkonzept, diskutierten mit den Kollegen und der Schulleitung und gaben uns ein Feedback zu unserer Arbeit. „Ihr wart das Highlight meiner Lernreise.“ Dieser Satz einer werdenden Lehrerin bestätigt unsere tägliche Arbeit. Die Studenten waren von der Ruhe während der Arbeit, der Selbständigkeit der Kinder und Jugendlichen und der Wertschätzung der Materialien, des Inventars, und der inklusiven Umsetzung des Schulkonzeptes beeindruckt. Wir freuen uns auf ein schriftliches Feedback der Studenten und hoffen, im nächsten Jahr erneut als Hospitationsort gewählt zu werden.

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Von Zwergtrollen mit kaputten Hosen, Riesen mit Menschenallergie und einer entführten Prinzessin

Heute haben einige Schülerinnen der 6. Klassenstufe die Buchlesung eines Autors besucht, der selbst auch in der Prignitz lebt: Andreas Mummhardt hat seinen Fantasyroman „Zwergtrolle“ in der Wittenberger Stadtbibliothek vorgestellt. Zum Schreiben kam der Autor über seine eignen Kinder, die er als ziemliche Lesemuffel beschrieb. Ihnen wollte er ein Buch schreiben, um die Leselust in ihnen zu wecken. Dabei hat Herr Mummhardt auch ein Geheimnis verraten: in abgewandelter Form tragen die Heldinnen und Helden seines Romans die Namen seiner Kinder. Wir durften Einblick in die spannende und fantasiereiche Story nehmen und herzlich über die Beschreibung der Zwergtrolle und ihren Umgang miteinander lachen. Es zeigt sich: Lesen lohnt sich also doch!

Wir danken Andreas Mummhardt und der Stadtbibliothek Wittenberge für die gelungene Veranstaltung!

Karneval 2019

Am Rosenmontag verwandelte sich die Aula in einen Ort wo sich Captain Amerika, Pokemon, Pippi Langstrumpf, Indianer, Diebe, die Scheuche, der Tod, Ironman, Merida, Verberecher und Polizisten, Reiterinnen, Super Mario… begegneten. Die Kinder und Jugendlichen haben ihren Fasching selbst organisiert. Durch das wunderschöne Programm führten Klara und Laura. Tänze, Gesang, Pianospiel, Büttenreden, Theater verzauberten den Ort, die Kinder und Jugendlichen applaudierten den Akteuren. Verschiedenste Leckereien wurden vor Ort produziert und verzehrt. Der Heiratsmarkt boomte, es wurde geschminkt und gebastelt. Die Tanzrunden mit Polonaise, Stuhltanz und  Zeitungstanz sorgten für Freude und Spaß. Wir bedanken uns bei allen die diese Veranstaltung unterstützt haben.

Platz 5 der Montis beim 6. Sepp-Herberger-Tag in Karstädt im Fußball

Acht Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4-6 mit ihrem Trainer Robert Tyrkalski vertraten unsere Schule beim 6. Sepp-Herberger-Tag in Karstädt. Insgesamt hatten sich 15 Prignitzer Mannschaften eingefunden, um ihr Können zu messen. In der Vorrunde gab es 4 Gruppen, das Team unserer Schule trat dabei gegen Groß Pankow, Bad Wilsnack und Breese an. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe kamen dann ins Viertelfinale. Leider ist das Team aus Groß Pankow nicht angetreten, so dass die Montis nur 2 Spiele bestreiten konnten. Nach einer Stunde Wartezeit war es dann soweit und es ging gegen das Team aus Bad Wilsnack. Den Montis war die Nervosität anzumerken, sie gaben alles, verloren aber unglücklich mit 0:3. Im folgenden Spiel gegen Breese ging es schon besser, das Team spielte besser nach vorn und machte mehr Druck. Nach einem unglücklichen 0:1 drang das Team um Klemens und Elia auf den Ausgleich und dieser gelang schließlich durch einen schönen Schuss von Mattis! Beim Stand von 1:1 war alles möglich, beide Teams konnten das Tempo erhöhen, 2 Minuten vor dem Ende jedoch schossen die Breeser das zweite Tor. Trotz großen Drucks in der letzten Minute blieb es bis zum Schluss beim unglücklichen 1:2. Es war eine Steigerung zum ersten Spiel zu erkennen und die Montis wollten am Liebsten ein Spiel gewinnen. Sie waren enttäuscht, dass die Plätze nicht ausgespielt wurden. Die Mienen der Schüler hellten sich dann auf, als bei der Siegerehrung verkündet wurde, dass sie den 5. Platz erreicht hatten. Glückwunsch an das Team, das unsere Schule würdig vertreten hatte! Gewonnen hat ein Team aus Pritzwalk, das sich im Finale gegen die Rolandschule Perleberg durchsetzte.

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Den alten Schweden auf der Spur – Ausflug zur Aussichtsplattform anlässlich der Schlacht von 1636 bei Wittstock

Im Rahmen des gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichts in den Klassenstufen 7 und 8 unternahmen die Schülerinnen und Schüler am 14. Februar einen Ausflug zur Aussichts- und Gedenkplattform bei Wittstock. Hier fand während es Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1636 eine der größten und verlustreichsten Schlachten dieses Konfliktes zwischen Protestanten und Katholiken statt.

Zunächst bekamen wir einen Überblick über die archäologischen Ausgrabungen, um uns dann im Inneren der Plattform anhand von Dias, eingespielten Filmen und zahlreichen Wandtafeln über den Ablauf der Schlacht zu informieren. Sehr einprägsam wurde die Brutalität, etwa im rekonstruierten Massengrab, durch die Darstellung der Waffen und tödlichen Verletzungen, dargestellt. Im Freien konnten wir uns auf einer Plattform einen Überblick über das Schlachtfeld verschaffen und durch verschiedene Stelen einen Einblick in Aufstellung und Taktik eines Söldnerheeres in der damaligen Zeit gewinnen.

Im Anschluss blieb noch genügend Zeit, um bei herrlichem und sonnigem Wetter die Innenstadt Wittstocks zu erkunden.

Wittstock III

Zwischen Mumien und Flohherzen – unser Ausflug in das Naturkundemuseum und die Ägyptische Sammlung in Berlin

Am 12. Februar unternahmen die Flamingos und die Geckos einen Ausflug nach Berlin, um in der Ägyptischen Sammlung oder im Naturkundemuseum ihr Wissen zu erweitern. Bereits vorher konnten die Lernenden entscheiden, welches Museum sie an diesem Tag besuchen wollen.

Im Naturkundemuseum nahmen die Kinder der Klassenstufe 4 – 6 an einem ausgiebigen Mikroskopie-Lehrgang teil, bei dem sie viel über Aufbau und Funktion eines Mikroskops lernten.

Sie vergrößerten mit einem binokularen Mikroskop ihr eigenes Haar. Danach kam schon eine größere Herausforderung: Es galt, ein Lebendpräperat zu untersuchen. Dafür wurden Wasserflöhe auf die Objektträger getropft. Es war für alle sehr spannend zu sehen, wie schnell das kleine Flohherz pochte. Anhand der Mikroskopaufnahme fertigten die Kinder eine Skizze von ihrem Wasserfloh mit seinen Organen an. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler lernen, wie er sich ernährt und seinen Herzschlag berechnen. Auf diesem Weg absolvierten alle erfolgreich ihren Mikroskop-Führerschein.

Im Neuen Museum (genauer: in der Ägyptischen Sammlung) schauten sich die Lernenden zu Beginn die komplette Ausstellung an und bestaunten dabei die vielen und großen Sarkophage aus Holz und Stein mit ihren kunstvollen Verzierungen. Auch viele Alltagsgegenstände wie Spiel- und Werkzeuge, Statuen von Göttern, manche über 4.000 Jahre alt, sorgten für Interesse. Highlight war die weltberühmte Büste der Nofretete, die mit ihrem bezaubernden Blick so manchen in ihren Bann zu ziehen wusste.

Nach einer kleinen Stärkung eroberten unsere Schülerinnen und Schüler noch einmal die Ausstellung, dieses Mal mit einem Auftrag: Suche dir ein paar Ausstellungsstücke, die dir besonders gut gefallen haben, fotografiere sie und schreibe einige Fakten dazu auf. Das fiel niemanden schwer, jeder hatte sofort eine Idee und wanderte los.