Kunstfest 2022

Der grosse Picasso hat neben vielem Guten auch einmal das gesagt :

Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben. Wie wahr. Sich das Kindliche, nicht das infantile, zu erhalten – das wissen wir Alten, ist nicht so einfach. Das innere Kind, das kennen wir , meldet sich immer wieder. Wenn alte Verletzungen zu tage treten, sich die Schatten unserer Vergangenheit erheben und uns lähmen und traurig werden lassen. Und verhindern. Aber das innere Kind Will nur eins : Das spielerische , das spontane, das offene herangehen zu erhalten zu fördern und zu bestärken, das ist eine, ja die Aufgabe. Eindrücke auszudrücken – wie auch immer – in Worten Bilder Klängen. Das ist etwas zutiefst menschliches.

DAS MEINTE BEUYS WENN ER SAGTE  Jeder Mensch ist ein Künstler.

Unsere Kinder damit in Berührung zu bringen sie zu bestärken und an die Hand zu nehmen – darum geht es. Berührung. Das ist der Schlüssel. Wir wollen berührt werden. Körperliche Zuneigung. Seelisch gestreichelt werden. Angerührt.

TRAURIGKEIT UND LEBENSFREUDE. BEIDE POLE.  ZUM AUSDRUCK BRINGEN.

Einfach berührt werden. Und das spüren wir sofort. Wenn ein Bild in der Lage ist….innezuhalten,  stehen zu bleiben. Vielleicht nicht genau zu wissen warum. Aber man Frau bleibt stehen und staunt. Goethe meinte, das höchste wozu der Mensch gelangen kann ist das Erstaunen.

Ein Klang, ein Lied, ein Sound, der berührt , 

verzückt und durch den Körper kriecht.

Eine Geste, ein Satz, ein Reim, ein Schauspiel.

Wie gut, wie schön, das wir das haben.

So ist das was sie heute Abend erleben, ein Ausschnitt, ein Augenblick auf das was sein kann und auch ist. Menschen, unterschiedlichen Alters die intuitiv begreifen, dass das eine Chance ist, etwas in die Hand zu nehmen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen , diesem Ausdruck zu verleihen, was ist. Und das ist immer ein Statement. Ein Gegenbild. Zu dem was um uns herum geschieht. Niemand von uns hatte vor zwei Jahren nur geahnt was da auf uns zukommt. Eine Pandemie mit noch unabsehbaren Folgen, ein Krieg von dem wir mit Nichten wissen, was weiterhin geschehen wird. Ein dumpfer Schlag, ja katastrophal . Eine permanente Verunsicherung. Die anwesend bleibt. Und gerade da ist Kunst Musik nicht nur Ventil und Ablenkung. Es ist essentiell dem Paroli zu bieten.  Dem destruktiven, dem Schatten. Die eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken, dem eigenen Ausdruck zu vertrauen und Brücken zu bauen und nur die Kunst ist dazu in der Lage, das ist unser Anliegen. Zu berühren. Berührt zu werden. Es gibt nichts menschlicheres. So sehen und erleben sie heute Abend einen Ausschnitt, ein Blick auf den kreativen Willen ihrer und anderer Kinder, die den weg des Berührens und des Berührtwerdens beschritten haben. Im Spiegel jener, die eine solchen Weg längst beschritten haben. Und dem Zitat Picassos nachkommen, als Erwachsener ein Kind zu bleiben.

Zu spielen als Flamencogitarrist, Peer Fritze und oder  in den Radierungen eines Bernd Streiters – Menschen, die ihrer inneren Stimme gefolgt sind….fernab erst einmal wirtschaftlicher oder gewohnter Erwägungen – dazu gehört enormer Mut.

Was wir hier tun, ist es Angebote zu machen, die ermutigen, bestärken und dem Flow ein Zuhause zu geben. Oder eine Startrampe zu sein –  in der Hoffnung dass etwas ausstrahlt, in diese brüchige Welt.

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