IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

Startseite » Uncategorized » 1. Erasmustreffen im November

1. Erasmustreffen im November

Am Sonntag war es soweit. Josephine, Klara, Lilith, Nora, Peter und Sebastian brachen auf zum ersten Erasmus-Treffen im Rahmen unseres Opernprojektes zur „Tadpole Princess“. Unsere Zugfahrt führte uns über Berlin und Dresden am malerischen Elbsandsteingebirge vorbei nach Prag. Mnichovice,  mit der Regionalbahn ca. 40 min entfernt, erreichten wir gegen 17 Uhr.

Die Begrüßung durch unsere Gastgeber am Bahnhof war herzlich. Die Kinder gingen jeweils zu zweit mit ihren Gasteltern, deren Töchter und Söhne die Projekt-Partnerschule in Mnichovice besuchen. Auch Peter und Sebastian bezogen nicht Quartier in einem Hotel, sondern wohnten in dieser Woche bei Kollegen der Partnerschule oder in der Schule selbst.

Am Montag wurden alle Partner, Gastschüler/innen und Koordinatoren/innen, herzlich an der Grundschule „Montessori Mozaika“ in Mnichovice willkommen geheißen. Die gastgebenden Schülerinnen und Schülern zeigten ihren Gästen samt begleitenden Lehrern/innen die Schule, das Kinderhaus und das Außengelände. Bei der feierlichen Eröffnungsrunde stellten wir uns zunächst alle vor, anschließend wurde es mit dem gemeinsamen Singen des Liedes „Hello everybody, hello!“ schnell musikalisch. So soll es schließlich auch sein, bei einem Opern-Projekt! Unser Komponist John Murray, der musikalischer Leiter des Projektes, hat uns dabei am Klavier begleitet.

Nachmittags wurde vor allem gesungen. John Murray, der zu diesem Zeitpunkt bereits einige Tage mit den Lernenden der Mozaika-Schule gearbeitet hat, hatte gemeinsam mit den Kindern zwei Lieder komponiert und bereits eingeübt. Diese werden Teil der Oper sein. Die tschechischen Schülerinnen und Schüler zeigten uns, wie man sich zu den Songs passend bewegt. Schließlich ist eine Oper mehr als „nur“ Gesang, es galt also, die richtige Stimmung und das richtige Gefühl zu finden. Bis wir alle zufrieden waren, waren zahlreiche Proben erforderlich. Der Spaß verließ uns dank der Entertainerqualitäten John Murrays nie. Anschließend bekamen alle Gruppen einen anspruchsvollen Auftrag: Kreiert innerhalb der nächsten 12 Minuten eine Mini-Oper, mit kleiner Geschichte, Theatralik und Gesang! Das Ziel war es, den Lernenden zu zeigen, worauf es bei einer Oper ankommt und was sie beinhaltet.

Der Dienstag begann mit einem ausgedehnten Spaziergang der aller um und durch Mnichovice. An verschiedenen Punkten erklärten uns die tschechischen Kolleginnen die Fauna sowie verschiedene Sehenswürdigkeiten. Zurecht sollten wir alle den Ort und seine Umgebung besser kennenlernen, an dem wir in dieser Woche verweilen.

Unter uns Partnerschulen hatten wir vereinbart, bei den Projekteröffnungen an der eigenen Schule die Geschichte zur Kaulquappenprinzessin nur bis zu einem bestimmten Punkt vorzulesen. Der Auftrag an die Lernenden bestand folglich darin, mit Hilfe der eigenen Kreativität die Geschichte fortzusetzen, in der eigenen Muttersprache. Hier stellten wir uns gegenseitig in englischer Sprache die Zusammenfassungen zahlreicher Geschichten vor. Um uns einzustimmen, hat Sebastian noch einmal den Beginn der Geschichte vorgetragen, langsam genug, damit alle Kollegen/innen bei Bedarf das Gesagte übersetzen konnten.

Am Mittwoch fand unsere Exkursion nach Prag statt. Die tschechischen Kolleginnen hatten im Vorfeld ein abwechslungsreiches und jedermann ansprechendes Programm erdacht. Unsere Besichtigung startete im „Haus der Sinne“, ein Ort zum selbst ausprobieren, lernen, anfassen und betätigen rund um unsere fünf Sinne. Auf einen Stadtspaziergang, mit viel Zeit zum Bummeln und Kaufen, folgte eine begleitete Bootsfahrt rund um die Karlsbrücke mit reichlich Informationen zur Gegenwart und Vergangenheit der Stadt. Über die Karlsbrücke wanderten wir hoch zur Prager Burg, um nach einem gemeinsamen Abendessen das inzwischen im Dunkeln liegende Prag mit seinem Lichterglanz zu bestaunen.

Am Donnerstagmorgen wurde es dann wieder musikalisch. Wie bereits aufgezeigt, bestand im Rahmen der Vorbereitung an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein Auftrag darin, einen Komponisten aus ihrem Heimatland vorzustellen. Bunt und abwechslungsreich waren die Vorträge, mit PowerPoint-Präsentationen, Videos und Plakaten. Klara und Nora stellten Engelbert Humpedink mit seinem Hauptwerk, die Oper Hänsel und Gretel, vor. Bei dem Lied „Brüderlein, komm tanz´ mit mir“ wurden alle Kinder und Erwachsene auf die Bühne gebeten, um unter Anleitung dieses Lied zu tanzen und zu singen. Bereits vorher hatten Lilith und Josephine ihren europäischen Mitschülerinnen und Mitschülern den Komponisten Carl Heinrich Graun vorgestellt.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Tag war die Abstimmung über das Logo, das uns durch das gesamte Projekt begleiten soll. Vorbereitend dazu haben Lernende aus allen Partnerschulen dieses Erasmus-Projektes Logos kreiert und gezeichnet. Viel Zeit haben wir darauf verwendet, einen Abstimmungsmechanismus zu finden, mit dem die breite Mehrheit einverstanden ist. Anschließend wurde gewählt und ein Siegerlogo gleich im ersten Wahlgang gefunden. Die Künstler wurden natürlich hinreichend gewürdigt für ihr Produkt.

Zum Abschluss haben wir noch einmal mit viel Hingabe all die Lieder gesungen, die uns durch die Woche begleitet haben und zu einem festen Bestandteil der Projektarbeit geworden sind. Als Andenken an die schöne gemeinsame Zeit bekamen alle Schülerinnen und Schüler ein T-Shirt mit dem Namen der Schule geschenkt.

Am Freitag war schließlich der Moment des Abschieds gekommen, der auch unseren vier Schülerinnen trotz ihrer Vorfreude auf Zuhause nicht leicht fiel. Es bleibt ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit, Stolz auf das Zurückliegende und Erreichte sowie die große Vorfreude auf das baldige Wiedersehen!

Einige Tage nach unserer Rückkehr haben die vier Erasmus-Reisenden von ihrer Mobilität nach Mnichovice (Tschechische Republik, siehe Beitrag weiter unten) berichtet. Dazu haben sich alle Projektteilnehmer/innen und interessierte Schülerinnen und Schüler in der Aula versammelt. Josephine, Klara, Lilith und Nora hatten eine PowerPoint-Präsentation vorbereitet, mit welcher sie durch Text und Bild ihre Erlebnisse, Aktivitäten und Arbeiten vorstellten. Wir haben zentrale Lieder aus der Projektwoche gespielt und angesungen. Abschließend haben wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Ausblick auf die weitere Projektarbeit geben.

Zu sehen sind alle Ereignisse, Ergebnisse und Entwicklungen an einer eigens dafür zur Verfügung gestellten Präsentationswand in der Aula.

 

 

 


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: