IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

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Archiv für den Monat Januar 2018

Der Große Fluss

„Die Erzählung vom großen Fluss“ ist die sechste große „cosmic tale“. Sie bezieht sich auf den Blutkreislauf des Menschen. Er versorgt den gesamten Körper, fließt durch alle Organe und durch das Gehirn. Dieses gewährleistet, dass alle Sinne koordiniert werden. Im Rahmen der Ausbildung zur Montessoripädagogik für die Sekundarstufe erzählte Gritje Zerndt vom Montessorilabor in Berlin die wunderbare Geschichte über unseren Körper und nutzte dabei das von einer Kursteilnehmerin angefertigte Material. Durch die Erzählungen lernen die Kinder wichtige Bestandteile unseres Körpers kennen und werden für weitergehende Forschungen interessiert. Die Schönheit des Materials und die Handlung der Geschichte bilden dabei einen inspirierenden Rahmen.

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Stilleübungen und Gesang

Stille ist ein wichtiges Prinzip in der Montessori-Pädagogik. Die Stille-Übungen regen die Kinder zu einer hohen Konzentration an. Stilleübungen geben Gelegenheit zum Loslassen und zum Erfahren des Unterschiedes zwischen Angespanntheit und Entspannung.

Morgens ist es sehr still in der Lerngruppe der Igel, Eulen und Frösche. Das liegt daran, dass seit einigen Wochen ein neues Ritual Einzug gehalten hat. Um 8.00 Uhr treffen die Kinder sich im Sitzkreis, um sich bei verschiedenen Stilleübungen und Körperreisen zu besinnen. Das ist wichtig, um bewusst die morgendliche Hektik hinter sich zu lassen. Ziel der morgendlichen Sitzkreise ist, dass jeder Einzelne sich konzentriert, sich spürt und einmal mehr fragt: „Wie geht es mir heute?“ oder „Was brauche ich, um gut in den Tag zu starten?“

Am Dienstag lauschten die Kinder einer spannenden Geschichte, die durch das Vorführtheater in Bilder gebracht wurde. Die musikalische Untermalung durch Birgit Bockler und Gennadi Lyssykh machte die Erzählung lebendig. Die Kinder sangen begeistert mit und gestalteten aktiv die Geschichte. Die Lieder des Stückes werden  in den nächsten Wochen eingeübt.

Die Lerngruppe der Eulen – Unser Ausflug nach Berlin

„Lernen ist Erfahrung und sonst nichts :).“  Am 10.01., pünktlich 9:04 Uhr startete die Regionalbahn mit der gesamten Eulenklasse nebst Einzelfallhelferinnen und einem Vater einer Schülerin. Die Fahrt war schon ein Erlebnis und auch der altbekannte Klassiker funktionierte: sobald man im Zug sitzt, kommen die reich bestückten „Esspakete“ zum Einsatz. Gut genährt in freudiger Spannung stiegen wir in Spandau aus und machten uns auf dem Weg zur U – Bahn. Eine Kindergruppe der Eulen befasste sich im vergangenen Jahr ausgiebig mit der U – Bahn und seinen unterschiedlichen Stationen. Nun wollten wir sie in „echt“ kennen lernen. Es war spannend, wie einzigartig jeder Bahnhof war. Wir erfreuten uns an der farbenfrohen Gestaltung und konnten es kaum erwarten, die nächste Station zu inspizieren. Am „Mehringdamm“ stiegen wir aus und schlenderten zum Kinderrestaurant „Kreuzzwerge“. Dort wurden wir herzlich mit leckerem Bioessen (Nudeln mit Bolognese + einem großem Krug Apfelsaftschorle) empfangen. Danach ging´s zum ausgiebigen Toben, Klettern, Rutschen und Schaukeln auf den großen Spielplatz im Park am Gleisdreieck. Alle Kinder vergnügten sich auf ihre Weise. Als fast alle ausgepowert waren, zogen wir zu unserem letzten Höhepunkt – dem Friedrichstadtpalast. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht über den großen Andrang von Kindern. Sollten die etwa alle da rein passen? Tatsächlich fand jedes Mädchen und jeder Junge seinen Platz – nun konnte die Kindershow „Spiel mit der Zeit“ beginnen: Es ging dabei um 3 Teenager, die etwas lustlos an ihrem Geschichtsprojekt arbeiteten und beim Computerspiel mit dem schlauen „Super-Dog“ ungewollt durch verschiedene Zeitepochen reisten. So lernten sie die Indianerwelt kennen, wurden in die Steinzeit katapultiert, kämpften mit einem Drachen im Mittelalter, erlebten einen Vulkanausbruch, sahen das alte Ägypten bis sie schließlich in der Zukunft landeten. Zum Schluss sehnten sie sich aber trotz der ganzen Abenteuer nach Hause, wo sie nun ihre Erlebnisse in ihre Geschichtshausaufgabe einbauen konnten. Sie lernten für sich, dass man sich trauen sollte, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen, um neue Erfahrungen zu sammeln und um herauszufinden, was im Leben wichtig ist. Die Kinder in dieser Show überzeugten durch ihre überragenden gesanglichen, tänzerischen und akrobatischen Leistungen. Mit diesen reichhaltigen Eindrücken fuhren wir nun wieder gemeinsam zurück nach Hause.

 

In der Schule wurde das Erlebte noch einmal aufgegriffen und gemeinsam verarbeitet. So fertigte jedes Kind seine eigene U – Bahn – Station an. Das Endergebnis soll der BVG als Dankeschön zugesendet werden. Mal sehen, vielleicht treffen wir ja eine Gestaltungsidee in Berlin wieder…