IBiS – Grundschule "Maria Montessori" Wittenberge

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Archiv für das Jahr 2016

Wünsche und Ausblick für 2017

Die Schulgemeinschaft der Montessorischulen in Wittenberge wünscht allen Kindern, Eltern und Freunden einen guten Rutsch und Start in das Jahr 2017. Wir freuen uns auf das neue Jahr und alle Ereignisse, die darauf warten, erlebt zu werden. Bleibt gesund, froh, glücklich und zufrieden.

Vom 8. Januar bis 13. Januar freuen wir uns im Rahmen des Erasmus  Projekts auf Kinder und Pädagogen aus der Türkei, Griechenland, Slowenien, Dänemark, Portugal und England. Wir werden weiter an unserem Thema „HAPPINESS IN LIFELONG LEARNIG“ arbeiten. Ein Zitat von John Lennon: „Als ich fünf Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass es das Wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein.“ Dem stimmen wir zu und suchen nach Indikatoren, Ideen und Methoden des Glücks beim lebenslangen Lernen.

Unser inklusiver Ansatz

Die vorbereitete Umgebung in unserer Montessorischule bietet hervorragende Möglichkeiten für die Lernmotivation. Sie sind einzigartig und schön, Kinder wollen mit ihnen lernen. Die Aufgabe des Pädagogen ist es, die Kinder zu  beobachten und nötige inspirierende Hinweise zu geben. Die Einzelfallhelfer unterstützen dabei einzelne Kinder mit großen Handicaps. Die Einrichtung unserer Räume bietet Möglichkeiten für konzentrierte Arbeit und Entspannung. Alle Räume sind offen und die Kinder dürfen sich frei bewegen. Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, was sie tun wollen. Das gilt für Kinder mit und ohne Handicaps.

Mit den Montessorimaterialien haben alle Kinder der Einrichtung die Möglichkeit entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu lernen. An unserer Schule beginnt jeder Morgen mit einer Freiarbeit von 90 Minuten, in der die Kinder entsprechend ihren Interessen lernen. Dies gilt für alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderungen. Einzelfallhelfer unterstützen die Kinder mit erheblichen Handicap in der Freiarbeit. Die Kinder wählen Materialien, erforschen diese und lernen. In unserer Schule können die Kinder frei wählen, ob sie den Kunstkurs und oder den  Chor besuchen, in der Fußball AG spielen oder sich ausruhen. Dies gilt selbstverständlich auch für Kinder mit Behinderungen.

Wir leben in unserer Schule den Alltag der Gesellschaft. Arbeits- und Erholungsphasen wechseln sich ab und die Kinder haben oft eine Wahlfreiheit. Sich zu entscheiden ist oft schwierig, schafft Unabhängigkeit, stärkt das Selbstwertgefühl und setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung voraus.

Das  Kindertherapiezentrum der IBiS – GmbH unterstützt unsere Arbeit. So ist es möglich ergotherapeutische, logopädische und physiotherapeutische Angebote, in den Schulalltag zu integrieren. Eltern werden entlastet, in der Schule findet ein Expertenaustausch statt. Kinder mit Behinderungen haben Stärken und Schwächen. Ihre vermeintlichen Schwächen berühren die Kinder und wecken ihr Mitgefühl und ihre Hilfsbereitschaft. Unsere Erfahrungen zeigen, dass das Üben von Solidarität Konfliktpotentiale minimiert. Alle Kinder wollen ihnen helfen, ihren Platz in der Gruppe zu finden. Sie sind eine Bereicherung, eine wichtige Stütze der Gemeinschaft.

inklusion

Verbraucherschule

„Hilf mir es selbst zu tun.“ Ganz schön verantwortungsvoll sind unsere  Schülerinnen und Schüler. Was schon für viele Erwachsene eine Herausforderung ist, haben die Grundschüler als Schuljahresprojekt umgesetzt: Der Beginn der Errichtung einer Schulfarm in Klein Lüben, die Eröffnung des offenen Begegnungsgartens am Horning. Die Kinder  planten, recherchierten,  organisierten mit die Finanzierung und verwalten das Erreichte. Da ist es doch klar, dass sie natürlich auch die eigene Schulfahrt nach Lüben und eine Summerschhool mit Gästen aus Europa selbst organisierten – inklusive Einkauf, kochen und Programmgestaltung. Verbraucherbildung wird an unserer Schule in Projekten und im Unterricht gelehrt und täglich gelebt – u.a. durch die Planung des Schulfrühstücks für etwa 60 Personen, das wöchentlich wechselnd von den Schülerinnen und Schülern übernommen wird. Gesunde Ernährung, Finanzplanung, Nachhaltigkeit – unsere Kinder erwerben viele Alltagskompetenzen durch selbstständige Gestaltung. Mit der Auszeichnung „Verbraucherschule 2016 -2018 Silber“ wurde das Engagement der Mädchen und Jungen gewürdigt.

 

 

Forumtheater -Ein Projekt mit dem Weißen Ring

An unserer Schule gibt es seit diesem Schuljahr einen Improvisationstheaterkurs mit Chady Seubert. Im Theater lernt man seine Gefühle zu zeigen und man kann in viele Rollen schlüpfen. Viele Kinder der Schule arbeiten jeden Donnerstag im Theaterkurs. Im Vorfeld  filmten Oliver und Kevin ein Projekt der Schauspieler.  Chady und ihre Kollegin Danielea spielten Forumtheaterszenen, um auf Opfer im alltäglichen Leben zu sensibilisieren.

Der Auftrittsort befand sich im Lokschuppen in Wittenberge. Die Jungen filmten aus verschiedenen Perspektiven und schnitten im Anschluss den Film. Es war schwierig den FIlm zu drehen, da die Szenen spontan entstanden. Der FIlm wurde dem Weißen Ring zur weiteren Verwendung übergeben.

 

Forum Theater – Notfall from Peter Awe on Vimeo.

Schulgeschichte

Auf dem Bild seht ihr ein Erinnerungsfoto zum Abschluss der ersten Klasse 1951. Es wurde auf der Treppe des damaligen Eingangs zur Schule im Horning (heute Hort) aufgenommen. Hier wurden Jungen von der ersten bis vierten Klasse unterrichtet.Ich wurde 1950 in der Schule im Horning eingeschult. Wir waren 28 Kinder in der Klasse und saßen im Unterricht an alten, zerschlissenen Zweierschulbänken aus Holz. Meine Schulmappe, die ich von meiner älteren Schwester übernehmen musste, war gegenüber den heutigen Mappen sehr klein. Es musste darin ja auch nur eine Schreibtafel aus Schiefer, ein kleines Holzkästchen, dem Griffelkasten, mit wenigen Schiefergriffeln darin zum Schreiben auf der Tafel, und eine Lesefibel Platz finden. An der Schreibtafel war an einer kurzen Schnur ein Schwamm befestigt, mit dem das Geschriebene auf der Tafel gelöscht werden konnte. Der Schwamm hing aus der Mappe heraus. De Lehrer war sehr streng und hat ein Stören oder Schwatzen im Unterricht schon mal mit einem Wangenkneifer oder mit einem Taktstockhieb auf die Finger bestraft. Ich bin trotzdem gern zur Schule gegangen, obwohl auch mein Schulweg hin und zurück jeweils 3 Kilometer betrug. Diesen musste ich sehr häufig zu Fuß und allein, bei jedem Wetter bewältigen. Meine Schulausbildung in Wittenberge habe ich nach 12 Jahren 1962 mit dem Abitur am heutigen Gymnasium beendet.

Am 3. September durfte ich dabei sein, als mein Enkelsohn im gleichen Schulgebäude im Horning, der heutigen Montessorischule, eingeschult wurde.

Ich wünsche ihm und allen anderen Schülern viel Spaß und Erfolg beim Lernen.

 

horning

Konstruieren und bauen mit Lehm im Hort

 

Seit wir einige Kisten kleiner Modellziegel und zwei große Töpfe mit Lehm zum Spielen im Hort bekommen haben, wird täglich gebaut und konstruiert, ja es werden richtige architektonische Meisterstücke entworfen. Immer höher und gewagter sind die Bauwerke der Erstklässler, die sich seit ihrer Einschulung mit Begeisterung auf Ziegel und Lehm stürzten. Das neueste Bauwerk erinnert an das Empire State Building und erhält gerade einen neuen Anbau, eine Zufahrt und einen Pool.

Wunderbar zu sehen ist, dass die Kinder sich gegenseitig unterstützen und je nach Lust und Laune immer wieder andere Teams entstehen die nachmittags das Bauwerk weiter bearbeiten und ihre eigenen Ideen einbringen. Da wird mit Gewissenhaftigkeit, Präzision und Konzentration zwei Stunden gebaut, überlegt, verworfen und neu begonnen. Und das ohne jegliche pädagogische Einmischung.

 

Das Geschenk

Die Zusammenarbeit unserer Schule mit dem Oberstufenzentrum Wittenberge, der Firma Schorisch Magis und dem Zentrum für Peripherie, Karstädt beginnt mit einem Geschenk. Die Firma Schorisch Magis stellt das Material, einen Corpus aus Stahl. Das BBZ stellt den Ort und die Werkstätten. Motivierte Menschen vom BBZ, OSZ und der Montessorischule Wittenberge suchen Fundstücke und bringen sie mit. Das Zentrum für Peripherie schenkt die Idee.
Die Fundstücke werden auf eine kleine Grundplatte gelötet und dann auf den Korpus geschweißt.
Alles aus Metall, das bis 40 cm lang und einen kleinen Querschnitt hat. Löffel, Suppenkellen, Gewindestangen, große Nägel, dicker Draht, Funde von Dachböden, Ställen und Scheunen, aus der Werkstatt der Großeltern, einem stillgelegten oder einem expandierenden Metallbetrieb.

Kinder müssen Ideen entwickeln und diese dann auch umsetzen dürfen. Sie sind dann intrinsisch motiviert, sie üben manuelle Tätigkeiten, lernen das Wesen von Prozessen kennen und übernehmen Verantwortung. Sie dürfen dabei Fehler machen und daraus lernen. Sie finden dabei für sich heraus, wo später ihr Platz in der Gesellschaft sein kann. Ihr Selbstwertgefühl steigt und sie sind stolz auf das Geleistete. Dazu benötigt es Partner, die Ihnen dabei helfen. Mit der Idee reale Projekte gemeinsam mit dem Berufsbildenden Zentrum (BBZ), dem Oberstufenzentrum (OSZ), Betrieben der Region, Handwerkern, Künstlern und unserer Schule anzudenken und praktisch zu realisieren, wollen wir die Ausbildung unserer Schüler ein Stück weit in diese Richtung schieben. Die Teilhabe an real stattfindenden Prozessen steigert das Selbstwertgefühl der Schüler und wird sich nachhaltig auf ihr Leben auswirken. (Peter Awe)
Kinder interessiert alles! Wir müssen heute die Fähigkeit der Kinder erhalten sich zu begeistern. Alles was wir dafür tun müssen – sie machen lassen! Wir sehen unsere Arbeit als Beitrag den jungen Menschen unserer Region eine Perspektive zu geben. Deshalb engagieren wir uns in innovativen Projekten, die Menschen zusammenbringen und Kindern und Jugendlichen den Spaß an Arbeit vermittelt. Wir sind für unsere Zukunft verantwortlich. (Nicole Goerke)
Für die SCHORISCH Gruppe ist ihr Engagement im Projekt ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Entwicklung der Region und für den Nachwuchs in besonderer Weise. (Kirsten Schönharting)

Innovation in Betrieben und Regionen ist mit der Motivation und den Fähigkeiten der Menschen verbunden. Ihre Ideen sind wesentlich. Um Menschen jeden Alters zu gewinnen und neugierige junge Menschen zu halten, ist ein Umfeld entscheidend in dem man Zukunft spürt. (Ute Reeh)

Ziel sind langfristige Kooperationen im Bereich Bildung, Handwerk und Forschung. Beitrag der bildenden Kunst sind Prozesse, die die Ideen der Beteiligten ästhetisch zusammenführen. Das Gelingen ist an der besondere Schönheit, dem sozialen Miteinander und langfristig am ökonomischen Erfolg ablesbar.